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MC-Heilbronn
   
 

Poloblasen in Unterfranken

Andreas & Klaus Häberle starten bei der Marienberg Classic in Würzburg.

Andreas und Klaus HäberleEine Woche nach der Veranstaltung in Schwäbisch Hall laden wir freitags den (normalerweise von mir eingesetzten) gelben VW Polo 86c auf den Trailer und fahren Richtung Würzburg. Der örtliche ACAC Ortsclub hatte zu 1. Marienberg Classic geladen, neben uns und folgten noch 129 weitere Teilnehmer aus den umliegenden Landkreisen von Mainfranken. Mein Beifahrer hier ist wieder mein Vater Klaus.

Vor Ort gibt’s dann für uns die Fahrunterlagen und den Hinweis, das abgeladene Auto bitte auf den dafür vorgesehenen Parkplatz zu stellen. Der Veranstalter hatte (sinniger weise) alle Parkplätze mit den Startnummern durchnummeriert, so das am nächsten Tag die Startreihenfolge ohne Chaos ablaufen kann. Gute Idee. Zentrum der Rallye war die Weiße Mühle in Würzburg Estenfeld.

Wir lassen den Polo vor Ort und beziehen unser Nachquartier in der Nachbarortschaft. Am nächsten Morgen dann das Starterfeld mit 130 Teilnehmern. Kein üblicher Mercedes & Porsche Überhang, nein, bei 130 Starten sind geschätzte 100 verschiedene Fahrzeuge am Start. Da hat der Veranstalter eine bunte Mischung hinbekommen. Vom üblichen Porsche und Mercedes finden sich unter anderem ein Audi 200, Rallye Ascona, VW Bus T3 (Modell „Wacken“), eine € 400,- Schrottmöhre sowie ein Ferrari F40 (!) ein. Wobei der F40 hier nicht wirklich artgerecht eingesetzt werden kann.

Mit der Startnummer 110 starten wir auf die ca. 160km lange Strecke, die uns Richtung Süden durch das wunderschöne Maintal in den Großraum Ochsenfurt führt. Gefahren wird nach dem Symbolsystem ohne Chinesenzeichen.

Wir merken dann doch unterwegs, dass wir beide rund 15 Monate nicht mehr gemeinsam sowas gefahren sind. An (fast) jeder WP gibt es bei uns Luft nach oben, wir verschätzen uns bei Reifentemperatur und Fahrzeuglänge, beantworten Fragen aus der Fahrschule falsch und treffen die Zeitnahme nicht auf die Sekunde. Was die Woche davon in Schwäbisch Hall perfekt lief, passt hier gar nicht. Das eingefahrene Ergebnis im Mittelfeld spricht dann auch Bände. Unterfranken hat dann doch eher uns gerockt als umgekehrt.

Mittagspause war beim Brückenbaron in der Nähe von Ochsenfurt. Eine Lokation, die so geil ist, dass ich sie mal als Sonntagsausflug anfahren werde. In Ochsenfurt war für die Teilnehmer die Fußgängerzone gesperrt worden, hierbei wurden die Fahrzeuge durch einen Moderator vorgestellt sowie von den örtlichen Brauereien Promotiongeschenke (sprich: Bier) an die Teilnehmer geschenkt. Zudem hat Ochsenfurt hat eine schöne Altstadt, die der Krieg verschont hat. Die ganze Strecke führt durch herrliche Landschaften und kleine unterfränkische Ortschaften. Es macht richtig Spaß, bei bestem Wetter diese Veranstaltung zu fahren.

In Würzburg treffe ich dann überraschenderweise Kollegen aus meinem (überregionalen) Arbeitsumfeld, bevor wir dann gegen 17 Uhr wieder am Rallyezentrum eintreffen. Es gibt viel Smalltalk und ein gemeinsames Abendessen für alle, wo mir mein Vater mit Blick auf den Frankenwein signalisiert, dass ich heute (und nicht er) noch mit dem Trailer heimfahren muss.

Natürlich zieht sich die Auswertung und Siegerehrung, ein paar Ehrungen weniger an Kommunalpolitiker hätten es auch getan. Jedoch war eine Ehrung die Wichtigste: der Fahrtleiter holt alle (wirklich alle) Helfer auf die Bühne und bedankt sich für ihren Einsatz. Auf der Bühne stehen sie dann auch mit Küchenschürzen, die Essensausgabe ruht solang, stehende Ovationen von den Teilnehmern.

Gegen 22:30 Uhr begeben wir uns mit leeren Händen auf die 2-stündige Heimreise. Eine wirklich tolle Veranstaltung liegt hinter uns. 2019 ist die 2. Marienberg Classic, dann Ende Mai. Wir werden wieder dabei sein, dann mit anderem Auto, da der gelbe Polo mittlerweile verkauft ist.

Andreas Häberle


 

Bender kam, sah und siegte am Nürburgring

Die erfolgreichsten Fahrer in den 5 ausgeschrieben Wertungsklassen der Deutschen GT-Serie P9-Challenge sind alle absolute GT-Routiniers.

Jürgen BenderDas gilt ganz besonders für den Fahrer, der die leistungsstärkste Gruppe, die Klasse 8 und in die Gesamtwertung beim Finale der P9-Serie am Nürburgring dominierte. Denn dort, an einem spätsommerlichen Wochenende in der Eifel, gelang es Mitte Oktober dem Ex-Champion Jürgen Bender aus der Audi-Stadt Neckarsulm mit den viel beachteten beiden Sprint-Gesamtsiegen sowie den Klassensiegen sich zum König des Wochenendes zu katapultieren. Dieser Erfolg bedeutete für den Ingenieur dazu in der Gesamtwertung der P9-Challenge-2018 überraschend auf Position 7 zu fahren. Damit noch nicht genug. Wie sich später heraus stellten sollte, gewann MCH-Mitglied Bender zusätzlich auch noch den Titel des Klassenbesten der P9-Saison 2018. Für den erfolgreichsten GT-Fahrers der Region Heilbronn im Zusammenhang mit den STT-Erfolgen am gleichen Wochenende also ein geradezu phänomenales Wochenende.

P9-Serienmanager Bernhard Fischer brachte es im Rahmen der Vorbereitungen der Jahresfeier der P9-Serie auf den Punkt. "Der Erfolg von Jürgen Bender, übrigens sein 3. Gesamtsieg beim 3. Start hier bei uns in der Serie, dürfte mehr als eine Einladung an so manchen GT-Topfahrer sein, ebenfalls in der P9-Challenge zu starten. Jürgen Bender, dem ich an dieser Stelle aus München noch einmal gratuliere, hat 100% seiner Starts bei uns in der Serie gewinnen können. Eine Einladung an GT-Asse die P9 ins Visier zu nehmen".

In der Klasse 2 schlug 2018 der aus Österreich stammende Reisemanager Fritz Rabensteiner voll zu. Für den Audi-R8-Piloten war in der Tabelle noch deutlich Luft nach oben. "Fritz hatte als Gesamt-6. in der Klasse die Nase klar vorne", so ein Audi-Techniker von WS-Racing.

In der Klasse 5 landete ebenfalls ein Mann ganz vorne, der 2018 klar unter seinen Möglichkeiten blieb. Oliver Michael, der 11. der Tabelle hätte 5 Positionen weiter vorne landen können. Richtig gut geerntet hat der Österreicher 2018 nur am Lausitzring. "Mehr Starts und es wird in der Tabelle für ihn auf alle Fälle 2019 rasant nach oben gehen", so P9-Manager Fischers Worte am Ring.

In der Klasse 6 dominierte "DER P9-Neueinsteiger" Heiko Neumann über die volle Saison ganz klar. Auf seinem Porsche 997 GT3 R brachte der GT-Routinier aus Magdeburg gleich zwei - wenn man so will - Profis mit in die P9-Serie. Team Motopark-Chef Timo Rumpfkeil aus Oschersleben und den "Beinahe-Titelträger" der GT-Masters-2018, Callaway-Competition-Ass Marvin Kirchhöfer aus Leipzig. "Beide Topfahrer" so Ernst Wöhr von Callaway Competition aus Heilbronn.

Da fehlt doch noch ein Klassenprimus. Richtig - ganz genau! Boris Schimanski, der beste Mann in der Klasse 4. Ihm gelang es 2018 über die Saison mit Topresultaten die P9-Tabellenführung schon In Hockenheim zu erobern und souverän ins Ziel zu bringen. Sein schneeweißer Porsche GT3 Cup Mk2 lief wie eine Schweizer Uhr. Boris leistete sich nirgends einen Fehler. Das war am Ende der Titel für ihn. Nach 2013 bereits sein zweiter Meistertitel in der P9-Challenge. Respekt. Mit dem Erfolg am Ring löste Boris den amtierenden Meister der Saison 2018, Franz Irxenmayr aus Österreich ab.

Betrachtet man den Saisonverlauf genau, dann wird klar, dass jene Fahrer die alle Rennen bestritten, am Ende entscheidend in den Titelkampf eingreifen konnten. Boris Schimanski verkraftete am Saisonende die fehlenden Punkte von Monza. Franz Irxenmayr bremste sein verspäteter Saisonstart ein. In der Klasse 4 hatte er mit dem angehenden Meister eine sehr harte Nuss zu knacken. Die konstantesten Starter waren Heiko Neumann und Thomas Prager. "Die Zwei" haben alle Saison-Weekends bestritten, sehr gute Resultate erzielt und am Ende die Gesamtränge 3. und 4. in der Challenge erobert. Der heimliche Favorit Hermann Speck startete in Hockenheim auf dem F1-Kurs furios in die Saison. Aus geschäftlichen Gründen musste er auf die Rennen von Monza und am Nürburgring verzichten. Das kostete entscheidende Punkte. Mit Hermann Speck, dem Endurance-Champion darf 2019 in der Challenge absolut gerechnet werden. Oder wird sich Jürgen Bender entscheiden diesen Titel zu erobern? "Es bleibt spannend", lächelte MCH-Renningenieur Marco Bayer im Interview. HTS


Spiel, Satz und (Gesamt)Sieg.

Andreas Häberle startet bei der Hohenloher Burgen und Schlösserfahrt im September in Schwäbisch Hall und holt Gesamtsieg.

Meine „Mission 86c“ brachte mich diese Jahr Anfang September nach Schwäbisch Hall zur Hohenloher Burgen- und Schlösserfahrt, gleichzeitig auch für mich Saisonbeginn 2018. Beifahrer (in) dieses Mal, meine Frau Elke sowie unsere Kids. Nach 6 Jahren berufliche Tätigkeit in Schwäbisch Hall quasi ein halbes Heimspiel für mich, so sah dort auch viele bekannte Gesichter auf der Veranstaltung.

Start war im Audi Zentrum in Hessental, rund 120 Teilnehmer bildeten ein buntes Starterfeld, und natürlich wieder der einzige VW Polo im Starterfeld (Mission 86c). Bernd Sandrisser und Herbert Frey waren ebenfalls mit ihrem Corolla am Start. Auch so ein Auto, wo sonst keiner dabeihat. Bei bestem Sonntagswetter führte und die Strecke ostwärts durch Hohenlohe in Richtung Crailsheim. Viele Leute stehen am Straßenrand und winken dem vorbeifahrenden Alteisen zu, stellenweise stehen (und sitzen) bis zu 40 Leute in den Ortsdurchfahren und leeren nebenher kastenweise ihr Haller Löwenbräu.

Die nicht zu aufregend gestalteten Übungen für das Strafpunktsammeln liefen bei uns fast einwandfrei, wir sind auf einem guten Kurs, bis es dann passiert: An einem (ja, unglücklich ausgepfeiltem) Abzweig biegen wir zu früh ab. Die kurz drauf folgende (gut festgefahrene) Schotterstraße irritiert mich doch, jedoch fahren wie dummerweise weiter und stehen kurz darauf im Hohenloher Nirgendwo, vermutlich südlich von Honhardt. Mitten in einem Weiler stehen wir ohne richtige Orientierung, ohne Straßenkarte und ohne jemand fragen zu können. Mit dem Stand der Mittagssonne definieren wir die Himmelsrichtung und finden somit zur Mittagspause nach Stimpfach. Andere Teilnehmer kommen uns mittlerweile entgegen, wir fahren praktisch über den Rückweg der Rallye hinwärts. Mit ca. 20 Minuten Verspätung kommen wir bei der Mittagspause an. Unser Glück, das bei unserem Abstecher in eigener Sache keine DK oder ähnliches kommt, somit auch keine Wertungsbeeinträchtigung.

Der Rückweg nach Schwäbisch Hall, den wir streckenweise schon kannten, führte noch über 2 DK`s, insgesamt gab es fünf Gastgeschenke auf der gesamten Strecke. Zieleinlauf war der Marktplatz in Schwäbisch Hall, der aufgetischt und voller Zuschauer war, die für die Teilnehmer Spalier gestanden sind. Jeder Teilnehmer wurde übers Mikrofon durch 2 Moderatoren begrüßt. 

Andreas HäberleDie Siegerehrung erfolge relativ zeitnah, kein Aushang oder ähnliches. Einer der Veranstalter fährt vor, setzt die Brille auf, nimmt das Mikro und fängt direkt auf der Treppe, wo sonst die Freilichtspiele stattfinden, mit der Siegerehrung an. Auch eine Version, und nicht die schlechteste.

In meiner Startergruppe werden ab Platz 17 (oder so) Pokale vergeben. Mein Gefühl nach dem heutigen Lauf sagte mir, das wir wohl unter den ersten 17 platziert sein müssten. Nach dem 10. Platz werde ich unruhig, nach dem prämiertem 5./4./3. Ändert sich meine Stimmung, bis dann beim 1. Platz mein Name aufgerufen wird. Bums; mit dem Außenseiterauto direkt nach vorn. Yes…

Die Kinder wollen heim, also geben wir noch nach der Pokalvergabe das Leergut ab und gehen Richtung Auto, das in den Gassen weiter unten geparkt war. Dabei haue ich mir am Glaspokal mit der Wasserflasche ein Eck weg.  So iss halt. Wir waren fast schon uns Eck, als mein Name nochmals übers Mikrofon genannt wird. Gesamtsieg an Andreas Häberle im VW Polo, bitte mit Familie nochmal vortreten.  Jetzt gibt`s noch den großen Pott (den ich ebenfalls kurz darauf demoliere, als mir bei einer Gratulation der Deckel runterknallt), und Danke für die Teilnahme. Für den Moment bin ich der Held des Tages und in der darauffolgenden Woche das Gespräch in meinem beruflichen Umfeld in der Stadt. Schön war`s auch sonntags in Schwäbisch Hall, wo ich sonst nur unter der Woche bin.

Das darauffolgende Wochenende startete ich in Würzburg bei der Marienberg Classic, mit anderem Auto (jedoch wieder VW Polo 86c) und meinem Vater als Beifahrer. Mit meiner „Mission86c“ in Unterfranken, jedoch ist dies eine andere Geschichte, und leider auch mit anderem Ergebnis.

Andreas Häberle


Perfekter Saisonabschluss für Assenheimer und Fübrich in der Eifel

Mercedes AMG GT3-Pilot Patrick Assenheimer Gesamtzweiter – BMW 235i-Racer Yannick Fübrich Klassensieger und BMW-Cup-Gewinner

159 Starter - davon satte 19 in der starken Klasse Sp9 der GT3-Boliden -  mussten beim Saisonschluss der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife  erst einmal mal den Abzug des typischen Eifelnebels abwarten, das Qualifying und der Rennstart verschoben sich so um eine Stunde. Nur 122 Akteure sahen dann nach einer hektischen und dramatischen Vier-Stunden-Hatz die Zielflagge.

Patrick Assenheimer-Maximilian Götz-Raffaele Marciello Auf Gesamtrang zwei, mit gerade mal 5,334 Sekunden Rückstand, der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer mit seinen Mitstreitern Maximilian Götz und Raffaele Marciello. Assenheimer lenkte nicht wie üblich den AutoArenA-Mercedes sondern saß nach seiner Galavorstellung beim 8.VLN-Lauf mit seinem ersten Gesamtsieg dieses Mal auf Einladung vom AMG-Team einen deren Boliden. Das Trio war mit dem werksunterstützten Mercedes AMG GT3 vom Team HTP Motorsport vom dritten Startplatz losgefahren und hatten über die Hälfte der Renndistanz die Gesamtwertung durch schnelle Rundenzeiten und eine perfekte Strategie angeführt. Zwei Gelbphasen kostete den HTP-Mercedes dann in der letzten Rennstunde satte 30 Sekunden, die das Trio – am Volant beim letzten Stint der Italiener Raffaele Marciello -noch bis auf besagte fünf Sekunden in den letzten Runden verkürzen konnte.

Die beiden Österreicher Klaus Bachler und Martin Ragginger hatten mit dem Falken Porsche 911 GT3 R - letzter Einsatz auf der Nordschleife - das Glück ohne Gelbphase durchzukommen und waren auch dank ihrer etwas anderen Rennstrategie somit Gesamtsieger des neunten VLN-Laufes. Hinter dem zweitplatzierten HTP-Mercedes lief eine weiterer AMG GT3 Truppe ein, Hubert Haupt, Yelmer Buurman und Luca Stolz donnerten im Black Falcon Mercedes mit 20,845 Sekunden Abstand auf die Assenheimer-Truppe als dritte über die Ziellinie. Vor allem in Patrick Assenheimers Stint lagen die beiden 550 PS starken AMG GT3-Boliden rundenlang innerhalb einer einzigen Sekunde auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring, Kurzanbindung und der legendären Nordschleife. Da hielt Assenheimer den Nordschleifenroutinier Haupt in jeder noch so harten Situation auf Distanz und bestätigte zwei Wochen nach seinem ersten Gesamtsieg in der Eifel seine derzeitige Top-Form. „Nach dem Sieg im letzten Rennen und dem heutigen zweiten Gesamtrang ist dies ein genialer Saisonabschluss. In der Jahreswertung der Klasse SP9 Pro der GT3-Boliden bin ich sogar noch auf den zweiten Meisterschaftsrang vorgerückt, ein Hammer-Gefühl, da hat erneut alles rundum gepasst“, freut sich der 26jährige Patrick Assenheimer.

Yannick FübrichJubel auch beim ebenfalls 26jährigen Nordheimer Yannick Fübrich. Der konnte mit seinem österreichischen Partner David Griessner durch den sechsten Klassensieg auch die BMW Cup-Wertung gewinnen. Im 330 PS starken BMW M235i vom Pixum Team Adrenalin Motorsport hatten Fübrich/Griessner 15 Konkurrenten mit technisch identischen Flitzern.
Vom zweiten Startplatz - hinter dem noch amtierenden Champion Michael Schrey und Marc Ehret – losgefahren, führte Fübrich schon beim Abbiegen vom Grand Prix Kurs auf die Nordschleife die Klasse an, musste dann aber den schnellen Scheid-BMW vorbeiziehen lassen. „Eine optimale Situation, ich konnte in dessen Windschatten Sprit sparen und so eine Runde länger draußen bleiben“ erklärt Yannick Fübrich. Optimale Boxenstopps und schnelle Rennrunden beider Fahrer sorgten im Ziel für einen komfortablen Vorsprung von1.01.485 Minuten auf Tristan Viidas (Estland) und Inge Hansesaetre (Norwegen), die wiederum über eine Sekunde vor dem Trio Müller/Otto/Peuckert die Ziellinie kreuzten. „Sechs Klassensiege und die BMW Cup Wertung gewonnen, eine tolle Saison in einem Top-Team“, jubelt der dem MC Heilbronn zugehörige Yannick Fübrich im Ziel.

     Wilfried Ruoff

 

 

Jürgen Benders erfolgreichstes Wochenende aller Zeiten

Jürgen BenderUnter normalen Umständen ist ein Rennfahrer glücklich, wenn es ihm gelingt im Training auf Pole zu fahren. Gelingt ihm die schnellste Runde in einem Rennen in den Asphalt zu radieren, dann zeigt er mehr als deutlich, dass er nachhaltig schnell unterwegs ist. Kommt dann der erste Sieg dazu oder gelingen Pole schnellste Runde und ein Sieg dann wächst die Lust auf mehr davon.

Mehrere Siege in einer Rennsaison - Rekordsieger zu werden - lässt sich dann nur noch durch einen Meistertitel überbieten.

Aber auch von Meistertiteln hat Jürgen Bender nicht nur einen erkämpft. Dazu viele wichtige Einzelerfolge. So schoss "Ben" in Dubai, der MCH-Fahrer, als Gesamtvierter über den Zielstrich. Die SRO-Serie der GT-Masters gewann er auf Porsche 997 mit einem Fahrerpartner. Er wurde 2 Jahre später zu einem Lauf der weltgrößten GT-Serie nach Baku eingeladen.

Bei allen Erfolgen war es MCH-Mitglied und Renningenieur Marco Bayer der Jürgen Bender betreute, und das immer mit großem Erfolg. Nach Baku zog die F1 übrigens erst 4 Jahre später. Die GTs, Fahrer wie Bender, waren auf der Strecke die internationalen Vorreiter.

Am Wochenende lieferte Jürgen Bender auf dem Nürburgring nun ab, was all diese Erfolge zu übertreffen scheint. Zu den über 1000 Pokalen seiner langen Karriere kamen am Samstag den 13.10.18 gleich 6 Stück hinzu (Foto).

4 davon für 4 Gesamtsiege in den beiden Rennen der STT-Challenge und den beiden Läufen der P9-Challenge. Dazu wurden die schnellsten Runden in beiden Läufen honoriert - 6 Pötte auf einen Schlag. Unglaublich!

Gestartet ist der Neckarsulmer Reifenflüsterer bei allen Rennen natürlich auch aus der 1 Reihe.  Ein Interview zu diesem sensationellen Rennwochenende wird nach gereicht. HTS

Foto: HTS

 

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