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MC-Heilbronn
   
 

Zwei MCH-Fahrer beim legendären 24-Stunden-Rennen in der Eifel

BMW-Pilot Yannick Fübrich bester regionaler Racer – Mercedes-Pilot Patrick Assenheimer ohne Glück und ohne Zielflagge

Rennunterbrechung wegen Nebel – von 147 gestarteten Fahrzeugen sehen nur 106 die Zielflagge – jede Menge Spannung und Dramatik – Fahrernamensliste elitärer denn je – viele Unfälle und technische Ausfälle – grüne Hölle trägt ihren Namen zurecht – so die Schlagworte von der 24h-Hatz in der Eifel   

Ein weiteres filmreiches Kapitel war die 46. Auflage des 24-Stunden Klassikers auf dem Nürburgring und der legendären Nordschleife. Nach einer knapp zweistündigen Rennunterbrechung am Sonntagmittag aufgrund starken Nebels feierte der Traditionsrennstall Manthey-Racing mit einem Porsche 911 GT3 R den Gesamtsieg durch einen spektakulären 90-minütigen Schlusssprint. Die durch einen Reifenschaden in den Anfangsrunden auf Rang 90 zurückgefallenen Porsche-Werkspiloten im Manthey-Renner mit der Startnummer 912, Fred Makowiecki  Patrick Pilet (beide Frankreich), Nick Tandy (Großbritannien) und Richard Liez (Österreich) waren daraufhin über die gesamte Distanz im Angriffsmodus mit dem Porsche. In seiner Schlussattacke überholte Makowiecki den führenden Mercedes AMG GT3 des Black Falcon Teams beim Übergang von Nordschleife zum GP-Kurs mit einem spektakulären Manöver inclusive Berührung der beiden Boliden. Maro Engel, Adam Christodoulou, Manuel Metzger und Dirk Müller mussten sich deshalb mit Rang zwei begnügen. Der dritte Gesamtrang ging an einen weiteren Black Falcon Mercedes AMG GT3, der wiederum kurz vor Schluss den Aston Martin Vantage GT3 auf Platz vier verdrängt hatte. Enttäuschung dagegen bei Audi. Das letztjährige Siegerteam Land Motorsport erreicht mit seinem Audi R8 LMS nur Gesamtrang sechs - mit satten zwei Runden Rückstand.

Patrick AssenheimerBei Restart zum 90-minütigem Schluss-krimi bei strömendem Regen war der Obereisesheimer AutoArenA-Mercedes AMG GT3 von Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) nicht mehr dabei. Das Team hatte den 550 PS Boliden nach 13 Stunden aus Sicherheits-gründen aus dem Rennen genommen. Nach dem hervorragenden 16. Platz beim Top-30-Qualifying war Assenheimer den turbulent-prekären Startturn gefahren und konnte den Mercedes ohne Blessuren in den Top-20 halten. Seine Fahrerkollegen Clemens Schmid (Österreich), Jeroen Bleekemolen (Niederlande) und Raffaele Marciello (Italien, ehemaliger Ferrari und Sauber-Förderpilot) folgten ihm im Cockpit und erlebten eine Pleiten-, Pech-, und Pannenserie. Angefangen hatte es nach fünf Stunden mit einem Felgenschaden, dann Leitplankenkontakt von Marciello in der Nacht gegen 22.30 Uhr inclusive einem Spurstangenbruch – die Reparatur an der Strecke gestaltete sich extrem schwierig. Zu guter Letzt - aus bisher unerfindlichen Gründen - ein urplötzlich weggebrochenes Rad. „Da war das Rennen für uns gelaufen, zumal die Ursache für das verlorene Rad unklar und somit sicherheitsrelevant war“ erklärt ein enttäuschter Patrick Assenheimer das Aus nach 13 Stunden. Der war nach einer „14er-Serie“, dem 14. Gesamtrang beim letztjährigen 24-Stunden-Rennen sowie zwei 14. Gesamträngen bei den beiden VLN-Rennen 2018 mit viel Hoffnung auf einen Top-Ten-Platz zum Eifelklassiker gereist.

Yannick FübrichAls einziger regionaler Racer sah Yannick Fübrich aus Nordheim die Zielflagge nach der 24-Stunden-Hatz. Nach drei Eifel-Klassensiegen in dieser Saison – bei den beiden VLN-Läufen sowie beim 24-Stunden-Qualirennen - kam die Fahrertruppe vom Pixum Team Adrenalin Motorsport über einen dritten Qualifikationsplatz mit dem BMW M235i nicht hinaus. „Leider keine freie Runde“, bilanziert Yannick Fübrich.  Der brannte dann in den ersten Rennrunden ein wahres Feuerwerk mit dem 340 PS starken BMW der Cup Klasse 5 ab. Beinharte Rad an Rad Duelle mit der Konkurrenz brachten die Klassenführung gegen 14 Cup-Konkurrenten, der Vorsprung wuchs auf knapp fünf Minuten. Nach 12 Stunden in der Nacht schlagartig Geräusche vom Antriebsstrang mit direkt folgendem Antriebswellenbruch. Mit seinen Fahrerkollegen Christopher Rink, Danny Brink und Philipp Leisen kämpfte sich Yannick Fübrich nach der Reparatur wieder bis auf den vierten Klassenplatz sowie den 41. Gesamt-rang vor. „Die schnellste Rennrunde in unserer starken Klasse habe ich auch gedreht, bis auf das Antriebswellen-desaster war alles perfekt – aber das ist halt die unberechenbare einzigartige grüne Hölle. Nach der Aufholjagd war die schwarz-weiß-karierte Flagge der Lohn nach 110 Rennrunden“, resümiert Yannick Fübrich die 24-Stunden-Hatz in der Eifel.                            Wilfried Ruoff                 

2. STT-Challenge-Weekend 2018

3. u. 4. Meisterschaftslauf in Oschersleben

Jürgen Bender einmal mehr überragender Gesamtsieger

Jürgen BenderErneut Gesamtsieg in Oschersleben für Jürgen Bender. Der Unterländer, der bereits 2011 überlegen die STO-Wertung für Porsche-GT3-Rennwagen in der Internationalen GT-Master-Serie ins Unterland holte, hat sich für 2018 den Titelgewinn in der STT auf die Fahnen geschrieben. "Dieses sehr anspruchsvolle int. offenen GT-Serie habe ich 2016 gewonnen", so der Neckarsulmer. Für ihn ein guter Grund mehr diesen Titel erneut anzupeilen. Mittlerweile von Porsche auf Callaway-Corvette aufgestiegen, gehört der erfahrene Ingenieur und routinierte GT3-Rennfahrer in der international offenen GT-Szene zu den Fahrern die es zu schlagen gilt.

Am Wochenende ging es in Oschersleben vor den Toren von Magdeburg um den Sieg im 3. und 4. Lauf der STT-Challenge.  Am Abend vor dem ersten Training äußerte sich Callaway-Hersteller Ernst Wöhr (Leingarten) bereits absolut überzeugt zu Benders bevorstehendem Titelvorhaben. Und Wöhr sollte Recht behalten. Im Training stellte Jürgen Bender die blaugrüne Callaway-Corvette der Baureihe 06 in die 2. Startreihe. Vor ihm Jürgen Alzen (Ford GT) und Michael Schulze (Nissan GTR) Ulli Becker (Porsche 997 GT3R) stand neben Bender in Reihe 2. Der als genialer Reifenflüsterer bekannte Bender "besohlte" die von Vulkan-Racing eingesetzte Corvette perfekt und konnte den sehr gut gestarteten Kollegen Becker bereits in der 2. Rennrunde auf der Zielgeraden überholen. Jürgen Alzen war weg. "Ich kam gegen Ende bis auf 2 sec an ihn ran. Aber das war's" so Bender. Bei den Überrundungen in der letzten Runde gingen noch wieder einige "Zentel" verloren. Was er bescheiden verschwieg. "Ben" war die schnellste Runde im Rennen gefahren. Und er war Klassensieger. Das ist wichtig für die Meisterschaftspunkte. Denn Michael Schulze fuhr mit "Ben" in einer Klasse.

Rennen 2, den 4. Meisterschaftslauf der Saison, nahm er aus der 1. Reihe in Angriff. Um es vorweg zu nehmen. Bender gewann das Rennen vom Start weg. Dazu erneut der für die Meisterschaft wichtige Klassensieg in der KL1. Beim Versuch Bender anzugreifen fuhr der junge Schulze auf seinem Nissan GTR die schnellste Runde des Rennens. "Ausruhen konnte ich mich vor Michael nicht"; lachte STT-Tabellenführer Jürgen Bender vor der Siegerehrung. Schulze fuhr in der gleichen Klasse wie Bender. Somit ging es direkt um wichtige Meisterschaftspunkte. In der Tabelle ist Jürgen Bender auf der 550 PS starken Callaway-Corvette weiterhin klar vorne. HTS

Foto HTS - Die Corvette für Jürgen Bender

ADAC Metz-Rallye-Classic, 27./28. April 2018

Heinz Merkle - Simone Schücke - Metz Classic 2018Der 2. Knaller in unserer diesjährigen Histo-Rallye-Saison.

Die „Metz Rallye Classic“, legendär, herausfordernd, berechtigter Teil des "Grand Slam“ in der historischen Szene (Labertal - Metz - Bayerwald). Natürlich geht diese Rallye über 2 Tage.

Mit so einem hochwertigen Teilnehmerfeld sind wir noch nie gefahren (Mann oh Mann).

Nicht nur die Masse an Lichtschranken sind hier die Herausforderung, sondern auch der berühmt berüchtigte Pylonenkurs auf dem Gelände der Fa. Henglein.

Was ist da überhaupt für uns drin? Nach dem 1. Tag lagen wir auf Platz 21 von 103 Startern. Sensationell! Unser Ziel für den 2. Tag: Platzierung halten, eventuell auf einen hohen Platz mit einer 1 davor.

2. Tag: Co-Pilot und Pilot ohne gravierende Fehler, die sich auf das Ergebnis ausgewirkt hätten. Aber dann in GP9 - Herpersdorf: Technisches Problem! TripMaster hängt und vor der letzten Lichtschranke auch noch Probleme mit dem Tablet/Uhr. Strecke weg - zurück und neu aufgesetzt. Bei der knackigen Metz ist damit auch die Zeit futsch. Bei Lichtschranken, die größtenteils vom Start gelten, hat man fast keine Chance mehr. Diese GP hat uns 5 Max-Zeiten gebracht und im Gesamtergebnis 15 - 16 Plätze gekostet! Somit kamen wir in unserer Gruppe auf Platz 18 von 36. In der Gesamtwertung konnten wir uns immerhin wieder auf Platz 36 von 103 gemeldeten Startern hochkämpfen. Wir sind dennoch zufrieden. Kein gravierender Fehler durch das Team.

PS: 3 Lichtschrankenzeiten mit 0,00 (!) waren auch dabei.

2 Tage, 169 Lichtschranken, 103 Starter, hervorragendes Wetter und gut gelaunte Teilnehmer. Unbedingt erwähnt werden muss die mal wieder perfekte Koordination der unzähligen Lichtschranken, das fehlerfreie Roadbook und die stets zu einem Scherz aufgelegten Helfer. Danke Rainer Zimmermann und Udo Höpfel für 2 tolle Tage!

Das war die Metz 2018!

Simone Schücke - Heinz Merkle

 

 

21. ADAC Labertal Historic, Samstag, 21. April 2018

Heinz Merkle - Simone Schücke Labertal-Rallye 2018Für uns das 1. Jahr der Teilnahme, wurde uns doch diese Veranstaltung sehr ans Herz gelegt. Sie zählt zum "Grand Slam“ in der historischen Rallye-Szene (Labertal - Metz - Bayerwald).

61 Starter konnten auf 7 Wertungsprüfungen, 59 Lichtschranken und insgesamt knapp 200km ihr Können unter Beweis stellen. Das Labertal liegt zwischen Mallersdorf, Regensburg und Straubing, wo wir über eine sehr schöne Streckenführung auch gleich an zwei wohl klassischen Prüfungen teilnehmen durften. Zum einen das legendäre Munitionsdepot und auch der Lichtschranken-Parcours in und um den Gutshof Hellkofen. Zusätzlich ging es noch auf den Prüfkurs bei Continental in Regensburg. Alle 3 Prüfungen stellten doch den ein oder anderen vor eine harte Herausforderung.

Umso beeindruckender die Ergebnisse – mit nur 4,96s Abweichung konnte sich Norbert Henglein mit seinem Copiloten zum ersten Mal den Gesamtsieg holen.

Das Teilnehmerfeld sucht seinesgleichen. Keine andere, zeitgleiche, Rallye kommt nur annähernd an diese hohe Qualität von den Teilnehmern.
In unserer Gruppe erzielten wir einen 6. Platz von 30. In der Gesamtwertung erreichten wir Platz 17 von 61 gemeldeten Startern.

Wir sind hochzufrieden. Das war ein perfektes Training für die Metz Rallye am kommenden Wochenende (167! Lichtschranken).

Herzlichen Dank an die Organisatoren und Helfer des MC Labertal, die mit viel Ehrgeiz und Begeisterung zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben. Absolut empfehlenswert, das ist auch die weite Anreise wert.

Simone Schücke / Heinz Merkle  (Foto © Ulrich Metz - OldtimerSport.net) 

 

Die Formel 1 in Baku weckt im Unterland Erinnerungen

MCH-Hero Jürgen Bender fuhr in Baku auf Callaway-Corvette

Jürgen BenderDas kann kein Unterländer in Anspruch nehmen. Jürgen Bender (NSU) reiste 2012 bereits auf Einladung der World Series nach Baku zu einem GT-Meisterschaftslauf.

"Damals wurde noch auf einem ersten kürzeren Stadtkurs gefahren. Ich hatte 2009 gerade die Deutsche Touring Car Challenge (TCC) gewonnen als die unerwartete Einladung kam. Speziell vorbereiten konnten die Sportwagenschmiede und ich uns für Baku nicht. Dazu fehlte die Zeit. Das aus der TCC vorhanden neue GT3 Modell von Callaway aus Leingarten (Corvette R06) wurde verladen und nach Aserbaidschan geflogen. Die Porschemodelle mit kurzem Radstand und Heckmotor waren auf dem engen Stadtkurs zu der Zeit leicht im Vorteil. Aber Jürg Aeberhard (CH) und ich schlugen uns durchaus angemessen. Meinem Copiloten ging im Abschlusstraining leider "die Straße aus". Dadurch mussten wir frühzeitig zusammenpacken. Aber die Erkenntnis mit Erfolgsfahrer der GT-Topserie der Welt oder Profis der GT-Masters absolut auf Augenhöhe kämpfen zu können, diese Erkenntnis stand danach", erinnert sich Jürgen Bender noch heute gerne.

Aber das war zumindest aus der GT-Masters seit 2009 bereits in Fachkreisen bekannt. Bender und Co Dechent hatten dort auf Porsche die GTO-Cupwertung -2009 der Porsche-Cupfahrzeuge für sich entschieden. "Das war damals gerade so zu finanzieren. Mehr ging nicht", so das Team jener Tage.

Auch der schnell F1-Kurs von heute hat aus Benders Sicht durchaus eine Berechtigung im Terminkalender. "Der neue verbesserte Kurs hat den Mängeln die damals zum Unfall meines Copiloten bei trugen voll Rechnung getragen", so Bender heute anerkennend.

In den international offenen GT-Serien (STT, P9-Challenge, GTC, TCC) hat Jürgen Bender (Porsche, Callaway-Corvette) als einziger Unterländer mehrere Titel gewinnen können. In der STT-Challenge führt er die Tabelle-2018 nach Hockenheim an. Er gewann 19 GT-Gesamtsiege und steht mit Marcus Pommer (Audi, Mercedes) und Patrick Assenheimer (Callaway-Corvette, Mercedes) als GT-Routinier ganz oben, wenn es um die Erfolgsbilanz auf solchen 550 PS-starken Boliden geht.

Jürgen Bender dürfte sich also die Berichte von Baku sehr genau anschauen - "Wenn's mir die Zeit im G'schäft denn erlaubt", fügt er Augenzwinkernd hinzu. Der einzige Unterländer GT-Routinier der Baku kennt.   HTS

 

 
Top! Top!