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MC-Heilbronn
   
 

212 Starter beim traditionellen MCH/ADAC-Automobilslalomwochenende des Motorsportclub Heilbronn

Opel C-Kadett_Pilot Jürgen Glass mutiert zum Wolfszipfelslalomkönig

MCH-Lokalmatador Frank Sperrfechter mit Leihautos schnell

Optimales Rennsportwetter, viele Zuschauer, Spannung und Action mit engen Zieleinläufen in den Klassen, riesiges Starterfeld mit sage und schreibe 212 Slalomcracks, die minimal geänderte Streckenführung mit einer kleinen Spurgasse und einem offenen Schweizer wird gelobt, nur wenige Ausrutscher neben die Strecke, der Backnanger Jürgen Glass erringt nach 2018 erneut einen Doppelgesamtsieg, das Heilbronner Automobilslalomwochenende verlief rundum optimal, so die Schlagworte.

Jürgen GlassBild: Jürgen Glass im 200 PS starken 8V C Kadett Limousinenvariante                                                      

Zum DMSB-Slalom am Samstag – Wertung zum DMSB Slalomcup Südwest, ADAC Slalompokal Südwest, Baden Württembergische Slalommeisterschaft, württembergische ADAC Slalommeisterschaft und Nordbadische ADAC Slalommeisterschaft – lagen 103 Nennungen vor, 100 Slalomcracks sind vor Ort gewesen, 99 konnten zum Training antreten, 94 wurden nach zwei Rennläufen über je 1800 Meter gewertet. In der G5 neun Akteure, an der Spitze drei BMW compact-Modelle. Falko Altrichter gewinnt mit 18 Hundertstelsekunden vor Werner Flik, der wiederum 1,5 Sekunden vor dem drittplatzierten Schwarzwälder Gerd Studer. Die G3 mit 15 Startern die am stärksten besetzte Klasse des Tages, dementsprechend wurde gekämpft. Marcel Wolf aus Ilsfeld mit dem ersten Einsatz seines neuen BMW 318 is E30, nur mit Sportreifen bestückt, trotz dieses Handicaps auf Platz sieben. Sechster der BMW Diesel Treter Helmut Pflieger aus Obersulm, dann vier mal das legendäre BMW E30 Modell 318 is auf den weiteren Plätzen. Fünfter Niklas Hummel (Ilsfeld) in 3.59.75 Minuten. Vierter Manuel Elfner in 3.59.27, dritter – trotz eines Pins in Lauf zwei – Gregor Götz vom AC Singen in 3.58.38, zweiter der Neckarwestheimer Patrick Spahr in 3.56.23 und an der Spitze der Schorndorfer Peter Kalus in 3.55.34 Minuten – Peter hat den Umstieg vom 342 PS starken BMW M3 E46 auf den 140 PS starken BMW 318 ti … die compact-Variante – bestens vollzogen, tolle fahrerische Vorstellung. In der zusammengelegten G2/G1 zwölf Akteure und da brannte Rudolf Brandl aus Walldürn ein wahres Feuerwerk ab. Mit seinem neuen Slalomflitzer, einem Porsche Cayman GT4 – die Sechszylindervariante mit 385 PS – donnerte Rudi mit Gigantenzeiten um den Kurs, seine Laufbestzeit war eine 1.52.43 Minuten auf dem 1800 Meter-Kurs, Endzeit 3.45.69 Minuten, klarer Klassen-, und Gruppensieg, am Ende des Tages war das auch für den sensationellen zweiten Gesamtrang gut. Rüdiger Schwab vom MSC Oberderdingen steuerte seinen Opel Speedster auf den zweiten Klassenplatz, Maximilian Gladbach vom ADAC OC Winnenden erreichte im Ford Fiesta ST Platz drei.

Rudolf BrandlBild: Rudolf Brandl im Porsche Cayman GT4

Nur eine Nennung in der F 1400, Karl Ernst Bartel musste mit seinem Polo dann mit den 1600tern antreten und wurde vierter. Die drei Podestplätze teilten sich die Junioren vom ADAC Südbaden mit dem clubeigenen Suzuki Swift. Neueinsteiger Luca Trunk wurde dritter in 3.55.04 Minuten, Daniel Wendler zweiter in 3.52.49 Minuten und an der Spitze mit zwei Laufbestzeiten der letztjährige DMSB Südwestcupsieger Kevin Koller in 3.51.90 Minuten. Acht Akteure in der F-Zweiliter, da donnerte Tuningspezialist Willi Schittenhelm im BMW 320is E30 mit zwei Laufbestzeiten um den Kurs, im ersten Stint allerdinge ein Hütchen, die 1.51.86 von Heat zwei dann aber fehlerfrei …. Gleichzeitig die Tagesbestzeit ! …. Gruppensieg knapp verpasst, Klassensieg dennoch geholt. 1,64 Sekunden zurück Frank Krahl vom MSF Worms im Mazda MX5, der wiederum knapp zwei Sekunden Vorsprung auf den dritten, Timo Maier aus Göge mit seinem BMW 318 is hatte. Fünf Starter in der F-Überliter, das Podest nur mit BMW’s besetzt, auch da dominierte ein „Schittenhelm“, nämlich Willi‘s Sohn Marc. Der lenkte heuer den BMW compact M3 mit zwei fehlerfreien 1.53er Zeiten in 3.46.44 zum Klassen-, und Gruppensieg. Zweiter Udo Roller im neu designten BMW 330i, dritter Karl-Heinz Höpfer vom MSC Weinsberg im BMW Z3 M Coupe.

Zur leistungsstarken Gruppe H, bei den 1300tern fünf Starter, leider verabschiedete sich am Ford Escort der Gebrüdern Grau bereits im Training der Panhardstab, somit keine Rennläufe. Das gewinnen machte sich Robin Kretzschmar vom MSC Bad Rappenau schwer, denn im ersten Stint leistete er sich ein Hütchen, im Ziel dennoch 92 Hundertstelsekunden Vorsprung auf seinen Clubkameraden Michael Kübler, beide mit VW Polos. Elf Akteure in der ehemaligen „Königsklasse“ bis 2000ccm, darunter zwei 1600ter-Kameraden, die hochgelegt wurden. Einer der beiden, der Lindauer Florian Arlt, musste seinen 220 PS starken VW Lupo Cup schon vor dem Training wieder aufladen, Servopumpe defekt. Maik Konrad aus dem Schwarzwald mit seinem 1600ter C Kadett sechster, Martin Larva im Polo G40 fünfter, Stefan Böck im C Kadett Coupe vierter. MCH-Lokalmatador Frank Sperrfechter ohne Auto, technische Probleme nach Umbauten über den Winter, aber zu was hat man Freunde unter den Konkurrenten. BigT aus St. Georgen im Schwarzwald stellte Frank seine C Kadett Limousine zur Verfügung – Thorsten Bockstaller war damit auf Platz sechs gelandet – Frank Sperrfechter wurde von Lauf zu Lauf im Leihauto schneller, schlussendlich stand auf der Uhr 3.45.97 Minuten, Klassenplatz drei, Gesamtrang vier ….. auf’s Hundertstel zeitgleich mit dem dritten Klaus Hermann aus Nürtingen in einem C Kadett Coupe! An der Spitze unangefochten mit zwei 1.51er Zeiten, der letztjährige Doppelgesamtsieger Jürgen Glass. Der 49jährige vom ADAC OC Winnenden mit seiner bildschönen C Kadett Limousine schnell und unspektakulär, Endzeit 3.43.87 Minuten – geniale Vorstellung im 200 PS starken 8-Ventiler. Mit fehlerfreien 1.51er Zeiten konnte bei 100 Startern am Samstag außer Jürgen Glass nur Willi Schittenhelm aufwarten. In der H-Überliter vier Akteure, drei davon Wolfszipfelneulinge. Alfred Wembacher – in der DM-Slalomszene als Wembi bestens bekannt und sein Kumpel Willi Gimbel waren aus Oberammergau angereist, zwecks DMSB Slalomcup Auftakt Südwest. Wembi gewann die Klasse im BMW M3 E36 in 3.54.18 Minuten vor Berthold Scholz, der ein C Kadett Coupe mit 2,5-Liter-Motor lenkte. Der dritte Neuling, Rudolf Uhlmann vom AC Schweinfurt wurde im Fiat 500 Abarth dritter. Die schnellste Dame beim DMSB-Slalom war Sabine Hahn vom AC Odenwaldring Buchen in einem Opel Kadett C Coupe.

Frank SperrfechterBild: Frank Sperrfechter in Thorsten Bockstallers Opel Kadett C Limo

In der Gruppe Freestyle die skurrilen Flitzer aus Caterham, Westfield, Lotus und Opel Speedster-Modellen. Die Klasse bis 1600ccm gewann Olaf Timpe im offenen Westfield R1 in 3.42.80 Minuten knapp vor Konstantin Hager im offenen Caterham Supersport in 3.43.59 Minuten. In der Klasse über 1600ccm satte 18 Starter, da hatte Winfried Breidenstein im offenen Caterham CSR 260 die Nase deutlich vorn. Knapp zwei Sekunden zurück Dennis Mattern in einer Lotus Elise MK2, dritter auf dem Podest Jochen Schwager in einer Elise MK1, vierter der Clubsporttrophy-Organisator Boris Hott ebenfalls mit einer Lotus Elise MK1.

Sonntags, beim Clubsportslalom wurde dann laut Reglement nur noch eine Runde gefahren, das optimale Wetter und die noch junge Saison nutzten dann sage und schreibe 112 Akteure um in der „kleinen grünen Hölle“ des Wolfszipfels um die Pylonen zu wedeln. Zum Auftakt die G5 mit fünf Akteuren, hier gewinnt Markus Fenz aus Heinriet vom MSC Weinsberg im VW Polo. In der G3 dann 21 (!!) Starter und eklatante Laufzeitenunterschiede von 1.14.13 Minuten bis zur Bestzeit von 1.00.28 Minuten. Mit der donnerte der Obersulmer Fahrer des MSC Weinsberg, Helmut Pflieger in seinem BMW 120 Diesel um den Kurs. Das war dann auch der Schlüssel zum Klassensieg, mit dem Wimpernschlagvorsprung von sechs (!!) Hundertstelsekunden vor Patrick Spahr im BMW 318 is. Patrick hatte im ersten Stint noch die Nase mit 14 Hundertstel vorn, die Helmut mit seinem drehmomentstarken Einser im zweiten Lauf egalisieren konnte. Der drittplatzierte Manuel Elfner mit seinem BMW 318 is in 2.02.97 Minuten schon 1,09 Sekunden zurück. Vierter Marcel Wolf vom RKV Ilsfeld im BMW 318is, fünfter Fabio Sacchi vom MSC Weinsberg im BMW 318ti. In der G2/G1 acht Akteure, da fuhr der Vortageszweite Rüdiger Schwab mit seinem Opel Speedster die schnellsten Zeiten, 1.57.34 bedeuteten den Klassen-, und Gruppensieg. 2,32 Sekunden zurück auf Rang zwei der Nordheimer Falk Baumgartner im Audi TT, dritter wie am Vortag Maximilian Gladbach im Ford Fiesta ST, der auch ohne seinen Pin in Lauf zwei nicht weiter nach vorne hätte fahren können. In der moderat verbesserten Gruppe F standen fünf Akteure in der 1600ter Klasse am Start, Jens Glass vom ADAC OC Winnenden im Opel Corsa GSI deutlich an der Spitze. Der absolute Knaller dann in der F-Zweiliter, sage und schreibe 28 (!!!) Starter. Michael Zellner (MSF Worms) verpasste nach einem Ausritt in die Weinberge in Lauf zwei einen Platz in den Top-Fünf, konnte aber seinen Lauf zuende bringen, am Lack des Roadsters nur Kratzspuren. Vorne ging es sehr eng zu, siebter in 2.01.33 Wolfszipfelneuling Tobias Gneiting – Sportkommissarsanwärter am Vortag beim DMSB-Slalom - vom MC Kirchheim Teck im BMW 318ti compact. Sechster Michael Schumacher im frontgetriebenen VW Polo G40 in 2.00.79. Fünfter Frank Krahl im Mazda MX5 vom MSF Worms in 2.00.48, vierter Markus Liebenstein (AMC Reilingen) BMW 318 is Coupe E36. Auf den dritten Podestplatz fuhr mit einem reinrassigen Rallyeauto, einem Opel Astra, Sven Glass vom ADAC OC Winnenden in beeindruckendem Stil, Endzeit tolle 1.58.63 Minuten. Zweiter Timo Maier (ACV/MSC Göge) mit zwei tiefen 58er Zeiten auf BMW 318 is, Endzeit 1.56.43 Minuten. Zwei Laufbestzeiten wie am Vortag, Sonntags aber nach Clubsportreglement mit Sportreifen, Willi Schittenhelm aus Gäufelden ließ seinen BMW 320 is erneut „fliegen“, dieses mal in beiden Stint’s fehlerfrei, 1.55.38 ein geniales Endergebnis, Klassen-, und Gruppensieg.

Frank SperrfechterBild: Der BMW 320is aus der Tuningschmiede Schittenhelm, den auch Frank Sperrfechter pilotierte

Auch der Klassensieg in der F-Überliter (15 Starter) blieb wie am Vortag in der Schittenhelmfamilie, Sohnemann Marc zirkelte den BMW Compact M3 mit zwei 58er Zeiten in 1.56.78 Minuten zum Sieg, hatte allerdings mächtig Druck vom Kumpel Marc Helber, der ebenfalls einen Compact M3 lenkte, der Vorsprung von Marc lediglich 38 Hundertstelsekunden. Dritter Andreas Kühn (MSC Mühlacker), der vom BMW 123 Diesel auf einen BMW M3 E46 – das Ex-Auto von Gotthilf Sailer – umgestiegen ist, Endzeit 1.58.21 Minuten. Zur getunten Gruppe H, in der Slicks gefahren werden dürfen, die Zeiten dementsprechend schneller. 12 Starter in der Klasse bis 1600 ccm, da wiederholte Robin Kretzschmar im VW Polo seinen Vortagessieg, hatte dabei allerdings enormen Druck von Marco Monz vom MSC Uchtelfangen, der einen schnellen VW Derby …. der Polo mit Kofferraum …. lenkte. Erst im zweiten Stint konnte sich Robin absetzten, Marco Monz zweiter, Michael Kübler im VW Polo dritter, Jürgen Breit ebenfalls im Polo vierter, allerdings mit schon deutlichem Rückstand. In der großen Hubraumklasse über 1600ccm elf Starter, auch hier fast dasselbe Bild wie am Samstag. Unangefochten mit zwei 55er Traumzeiten Jürgen Glass in seiner knallorangerot lackierten C-Kadett-Limousine, Endzeit 1.51.36, Klassen-, Gruppen-, und Gesamtsieg. Dahinter als zweiter Stefan Böck im C Kadett Coupe in 1.53.57 Minuten. Gesamtdritter MCH-Lokalmatador Frank Sperrfechter, der dieses mal den BMW 320 is von Willi Schittenhelm – mit Slicks bestückt – um den Kurs scheuchte, wie am Vortag non Lauf zu lauf schneller, Endzeit 1.54.84 Minuten. Die Klasse der Slalomeinsteiger gewann Oliver Hanselmann vom ADAC OC Schwäbisch hall mit einem Suzuki Swift Sport, schnellste Dame war Lara Flik vom MC Kirchheim-Teck im BMW 318 ti compact. 

 Wilfried Ruoff

 


 

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