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MC-Heilbronn
   
 

184 Starter beim MCH/ADAC-Automobilslalomwochenende in Heilbronn

 Jürgen Glass lenkt einen C-Kadett Klassiker zum Doppelgesamtsieg

Jürgen Glass  Jürgen Glass im Opel Kadett C

  

Lokalmatador Frank Sperrfechter beim Wiedereinstieg schon wieder schnell -

viel Lob aber auch etwas Kritik für die fahrerisch anspruchsvolle, neue Streckenführung –

89 Starter beim höherwertigen DMSB-Slalom am Samstag –

95 (!) Akteure beim kürzeren Clubslalom am Sonntag –

immens viele Zuschauer bei traumhaftem Rennsportwetter –

Spannung durch sehr enge Zieleinläufe –

keine Unfälle und nur zwei Ausrutscher neben die Piste –

regionale Piloten mit hervorragenden Ergebnissen –

das waren die Schlagworte bei den traditionellen „MCH/ADAC-Automobilslalom Highlights“ des Motorsportclub Heilbronn auf der Berg-, und Talpiste der Verkehrsübungsanlage Wolfszipfel am Heilbronner Wartberg, die von den Slalomcracks in Anlehnung an die Nürburgring-Nordschleife auch „kleine grüne Hölle“ genannt wird.

Frank SperrfechterFrank Sperrfechter im Opel Kadett C Coupe

Der Gesamtsieger an beiden Tagen lenkte eine grell-orangerot lackierte Limousinenvariante des Opel Kadett C-Klassikers. Mit seinem Zwei Liter-Achtventiler-Motor mit ca. 220 PS musste Jürgen Glass allerdings immer bis an das Limit, die Konkurrenz bis auf wenige Hundertstel-, und Zehntelsekunden am Winnender Slalomroutinier dran. Der Heilbronner Lokalmatador Frank Sperrfechter konnte an beiden Tagen den jeweils vierten Gesamtrang verbuchen. Samstags verhinderte ein technisches Problem seinen Trainingslauf, der dem Slalomcrack natürlich einen Nachteil auf der neuen Piste brachte. Im zweiten Rennlauf war Sperrfechter dann auf dem Niveau des Siegers. Sonntags verpasste der MCH-Pilot den Gesamtsieg durch einen Pylonenfehler im ersten Stint, im zweiten Lauf dann Tagesbestzeit. „Die neue Technik passt, ich war noch nicht am Limit, mein „alter“ C-Kadett mit der neuen Motor-, Getriebe-, und Bremstechnik hat noch einiges an Potential“ erklärt der Deutsche Slalommeister von 2011, Frank Sperrfechter, der nach fünf-jähriger Pause heuer in der Automobilslalomszene wieder vorne mitmischen will. 

Chris VoglerChris Vogler im 700 PS starken Porsche GT2 RS

Beim höherwertigen DMSB-Slalom am Samstag mit Wertung zum DMSB Slalom Cup Region Südwest, der Württembergischen ADAC Slalommeisterschaft sowie dem ADAC Slalompokal Südwest fuhr Chris Vogler vom MC Heilbronn mit seinem seltenen Porsche 911 GT2 RS  auf den dritten Platz in der Klasse G1 die Routinier Peter Kalus aus Schorndorf im BMW M3 der E46 Baureihe überlegen mit satten 6,29 Sekunden Vorsprung gewann. Zwischen den beiden platzierte sich Reiner Kaufmann aus Wyhl am Rhein mit seinem frontgetriebenen Audi S3, der mit neuem Fahrwerk bestens funktionierte.

Achim MaierAchim Maier im BMW 318 is

Thomas Thiele, ebenfalls vom MCH lenkte einen Porsche Cayman GT4 auf Platz fünf. Helmut Pflieger (Obersulm) stellte seinen BMW120 Diesel in der Klasse G3 auf Platz zwei, nur 19 Hundertstel zurück auf Rang drei Patrick Spahr (Neckarwestheim) im BMW 318 is. Für den Ilsfelder Marcel Wolf im BMW 316 – ein G5 Fahrzeug mit 100 PS, Rädertechnisch hochbereift aber mit profilierten Sportreifen ein weiteres Mal gehandicapt - blieb Platz fünf. Den Klassensieg sicherte sich Achim Meier aus dem Schwarzwald durch eine Klassenbestzeit im zweiten Stint mit seinem BMW 318 is der E 30 Baureihe.

Mario AbbateMario Abbate im ca. 120 PS starken Smart Roadster

Zur moderat verbesserten Gruppe F, bei den 1400tern dominierte Mario Abbate im Smart Roadster mit fehlerfreien, schnellen Läufen.  Fabio Albiez vom ADAC Südbaden Junior Team gewann im Suzuki Swift  mit knappem Vorsprung die 1600ter Klasse. Mit einem BMW 318 is der E 30 Baureihe war Timo Maier vom MSC Göge schnellster in der Zweiliterklasse, der zweite, Michael Zellner im Mazda MX5 schon 4,01 Sekunden zurück. In der mit neun Startern besetzten F-Überliter war nach dem ersten Lauf Udo Roller im BMW 330 i der schnellste, der räumte aber in

Marc SchittenhelmMarc Schittenhelm im BMW 325 in der F-Überliter

Lauf zwei einen Teil der Zielgasse ab, fünf Pins ergaben 15 Strafsekunden, somit nur Platz sechs. Dadurch kam es an der Spitze zum Vater-Sohn-Duell der Schittenhelm’s. Junior Marc gewann im 325er BMW der E 30 Baureihe nach einem Gewaltakt mit Gruppenbestzeit im zweiten Lauf , Papa Willi im BMW compact mit M3-Motor zweiter, ein BMW Z4 M Coupe auf dem dritten Rang, der Allgäuer Anton Ganser, der mit diesem 342 PS Flitzer ansonsten in der G1 unterwegs ist.

Robin KretschmarRobin Kretschmar im VW Polo 86c

In der Gruppe H der stark verbesserten und getunten Flitzer gewann Favorit Robin Kretschmar im VW Polo die Klasse bis 1300ccm trotz eines Pylonenfehlers aufgrund horrend schneller Laufzeiten. Seine beiden Bad Rappenauer Clubkameraden Michael Kübler und Lars Heise, die ebenfalls eigens getunte Polos lenken, auf den Plätzen zwei und drei. In der 1600ter Klasse konnte der Neckarwestheimer KFZ-Meister Thomas Claus im BMW 316 is durch fehlerfreie Rennläufe triumphieren – der zweitplatzierte Martin Maisenbacher vergab den möglichen Sieg im 175 PS starken VW Polo GTi durch einen Pylonenfehler in Lauf zwei. In der stark besetzten Zwei-Liter Klasse von Sperrfechter und Glass ein weiterer MCH-Pilot mit einem Opel Kadett C Coupe. Dieter Osswald erkämpfte sich hier Platz sechs. Auf den Podestplätzen hinter Jürgen Glass ebenfalls Kadett C Coupe-Piloten, zweiter Klaus Hermann, dritter Stefan Böck – zwischen Sieger Glass und zweitplatziertem Hermann lagen im Ziel nach zwei mal 1800 Metern gerade mal zwei (!!!) Hundertstel Sekunden.

Thomas ClausThomas Claus im BMW 316 is

In der Gruppe Freestyle der skurrilen CST-Boliden war Konstantin Hager mit einem Caterham S3 der schnellste, Winfried Breidenstein lenkte einen Caterham CSR 260 auf Rang zwei, Frank

Rieckhof einen Caterham S3-Sigma auf Platz drei.

 

Beim kürzeren Clubsportslalom -eine Runde - am Sonntag, mit Wertung zu mehreren regionale Serien und Meisterschaften, war die seriennahe Gruppe G mit 27 Akteuren besetzt. In der G5/6/7 gewann Manuel Elfner knapp vor Heiko Schlegel, beide in 316er BMW’s. Die G3/4 sicherte sich mit etwas mehr als einer Sekunde Vorsprung  Patrick Spahr im BMW 318 is vor Andreas Hähnle und Nils Jenschur, beide ebenfalls mit dem E 30-Klassiker von BMW unterwegs. Um den Gruppensieg sowie den Klassensieg der G1/2 wurde heftigst gekämpft - von Rüdiger Schwab im Opel Speedster und MCH’ler Chris Vogler im Porsche 911 GT2 RS. Vogler im ersten Stint der schnellere, Schwab konterte im zweiten Umlauf und hatte schlussendlich die Nase mit vier Zehntelsekunden vorn. Gigantische 49 (!!) Starter in der moderat verbesserten Gruppe F – hier demonstrierte der Gäufeldener Tuner Willi Schittenhelm mit seinem BMW compact M3 Slalomsport vom Feinsten, zwei 57er Laufzeiten ergaben den Gruppensieg mit 2,14 Sekunden Vorsprung auf Peter Kalus, der mit seinem BMW M3 hier in der F-Überliter und nicht in der G1 antrat.

Willi SchittenhelmWilli Schittenhelm im BMW Compact M3

Gruppenrang drei ging an den Klassensieger der Zwei-Liter-Klasse, Timo Maier auf BMW 318 is, der damit seinen Samstagserfolg bestätigte. In der 1600ter Klasse war Maximilian Koch im frontgetriebenen Citroen Saxo schnellster, gefolgt von Mario Abbate im Smart Roadster. Nur 16 Starter in der stark verbesserten Gruppe H, in der Slicks gefahren wurden. In der Klasse bis 1600ccm bestätigte Thomas Claus seinen Vortageserfolg mit dem erneuten Klassensieg sowie dem sensationellen zweiten Gesamtrang im ca. 180 PS starken, eigens aufgebauten BMW 316is. In derselben Klasse Robin Kretschmar, Sven Hoßfeld und Michael Kübler mit ihren VW Polos auf den Plätzen drei, vier und fünf – auf zwei aus dem Odenwald, Uwe Rindt im PS-gewaltigen VW Polo ST2-G4. In der Klasse über 1600ccm wie schon anfangs gemeldet, Jürgen Glass vom ADAC OC Winnenden im C Kadett am schnellsten, den Sieg „vergab“ MCH-Racer Frank Sperrfechter als zweiter durch das Hütchen in Lauf eins, worauf „Sperri“ im zweiten Heat die Tagesbestzeit in den Wolfszipfelasphalt brannte. Dritter Sven Glass, mit derselben C-Kadett-Limousine wie Papa Jürgen.

Sabine HahnSabine Hahn im Opel Kadett C Coupe

Sabine Hahn vom ADAC Nordbaden im deutlich leistungsschwächeren C Kadett Coupe vierte – ihre 59er Rennlaufzeiten reichten aber locker für den Titel „Beste und schnellste Dame“, genau wie schon am Samstag – tolle Vorstellung der jungen Slalomracerin aus dem Odenwald.

      Wilfried Ruoff  

 

 

 
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