Aktuelles

01.10.2021

In den vergangenen beiden Jahren wirkte nicht nur der Motorsport wie gelähmt. Corona bremste im Sport praktisch alles aus. 2020 gewann der Neckarsulmer P9-Champion Jürgen Bender alle Meisterschaftsläufe im In- und Ausland - ALLE! Das war der Titelgewinn für "Ben", wie ihn die Freunde seit Jugendjahren nennen.

Beim Saisonauftakt im Niederländischen Assen ging das Siegen 2021 auf Anhieb weiter - Doppelsieg, und das bei sehr wechselhaftem Wetter nahe der Nordsee. "OK," so der Unterländer, "mehrere Wettbewerber schienen auf dem ungewohnten Motorrad Grand Prix Kurs nicht aus dem Stand 100%ig klarzukommen". MCH-Ass Bender dagegen war schon immer auf Anhieb schnell. Er kam prächtig klar. Eben ein "Allrounder" auf der Rundstrecke. Sieg in beiden Meisterschaftsläufen in Assen. Freude im Team.

Dann aber kam es in beiden Meisterschaften zu Einbrüchen. Neue Reifenvorschriften verlangten erhebliche Abstimmungsarbeiten an der in Leingarten entwickelten GT3 Callaway-Corvette.

Aber nun ist Jürgen Bender wieder im STT-Trio der Sieger angekommen. In Hockenheim lieferte auch er bei drei Serien eine sehr eindrucksvolle Demonstration zusammen mit den Unterländer GT-Assen ab. Ihm gelang die beste GT-Platzierung. "Und das Solo", lächelte er.

Ziel - am Nürburgring aufs Podium

Am kommenden Wochenende werden der 9. und 10. Lauf der P9-Challenge im Italienischen Monza ausgetragen. Gleichzeitig findet das 5. STT-Weekend am Nürburgring statt. Wo starten? Eine Entscheidung musste gefällt werden. "Schweren Herzens habe ich mich für den Start am Nürburgring entschieden", so Bender. Und sein Renningenieur Bayer fügt hinzu. "Für das Rennen am Ring spricht nicht nur die geringere Anreiselänge. Am Ring können wir einen wichtigen Vorteil erarbeiten. Drei Wochen später findet dort auf einem Teil der "grünen Hölle“ das STT-Finale 2021 statt. Für Monza hätten wir das Getriebe umbestücken müssen".

Rückblende - vor 10 Tagen katapultierten sich die Unterländer GT-Asse Bender und Assenheimer auf dem Formel-1 Kurs in Hockenheim bei zwei unterschiedlichen Rennserien jeder einmal in die erste Startreihe. Einmal mehr ein starkes Bild des Unterländer GT-Sports auf Modellen von AMG-Mercedes und Callaway-Corvette. Platz 7 bzw. Platz 4 und 5 waren danach die Resultate. "Ich war bereits auf Rang 3 als mir bei den Überrundungen ein Rudel kleiner 2L-Modelle die Tür zu machte. Die Kleinen waren mit sich selber beschäftigt und hätten es so leicht zu einem Unfall kommen lassen können", so Bender nach dem Rennen nicht gerade begeistert. Der Neckarsulmer landete auf Rang 4. Und das mit dem Podium vor Augen. Dazu Rang 3 in seiner Klasse, am Ende wichtig für die Meisterschaftspunkte. Am Nürburgring will sich die Unterländer Erfolgscrew unter die ersten 5 in der Tabelle nach vorne katapultieren. Brand aktuell - gerade haben Gerwin und Marco die GT3-Corvette verladen. Dazu müssen die Türen ausgehängt werden. Die Racefans wissen warum. Genau, weil der Fahrer der diesmal beim Verladen in der Corvette Platz nehmen musste, ansonsten im Auflieger nicht mehr heraus klettern könnte. Danach ging es für die MCH-Jungs am Abend direkt ab Richtung Eifel, Richtung "grüne Hölle Nürburgring".

(HTS)

Corvette C7Foto: HTS und Moritz Schwitzkowski