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27.09.2021

"Wir haben vor dem Nürburgring noch einiges an Detailarbeit vor uns", so Jürgen Bender nach dem ADAC-Rennwochenende vor einer Woche leicht skeptisch. Alles lief vor der Haustür ab. Der Formel-1-Kurs von Hockenheim liegt nur knappe 60 km von Neckarsulm entfernt. Etliche Freunde des Heilbronner Motorsportclubs (MCH) waren angereist. Alle Daumen waren also festgedrückt.

Bis jetzt wurde der Tabellenstand der STT-Challenge von Manager Krepschick nicht veröffentlicht. Klar ist schon heute, dass sich die kleinen Hubraumklassen in der Tabelle weiter nach vorne schieben werden. Die Konkurrenz ist in den preiswerten kleinen Tourenwagenklassen überschaubar. Wer mit einem hoch frisierten Kleinwagen antritt, der ist in der STT absolut im Vorteil. Dort wo die Musik spielt, in den großen Hubraumklassen der GT3 dagegen, da gibt es echte Konkurrenz. Schon die Markenvielfalt an der Spitze spiegelt das deutlich wieder. Audi, Callaway-Corvette, AMG, Porsche, Pumaxs-Chevrolet, Ferrari - im Feld um den Gesamtsieg sagt kein Gegner "bitte nach ihnen". Da wird voll draufgehalten. Bis dort hinauf schafften es im Unterland nur Marcus Pommer, Patrick Assenheimer und der amtierende P9-Challenge-Champion 2021 Jürgen Bender.

MCH-Pilot Jürgen Bender, im ersten Zeittraining des Auftaktrennens noch in der ersten Startreihe, stellte in Hockenheim diesmal fest, dass die Strecke mit zunehmender Benutzung langsamer wurde. "Ungewohnt", so der Neckarsulmer. Aber offensichtlich harmonierten die verschiedenen Reifenfabrikate der unterschiedlichen Rennserien nicht perfekt miteinander. Aber wie Abhilfe schaffen? Die technischen Veränderungen an einem Rennwagen auf der Rennstrecke sind begrenzt. "Ihre Tricks verraten die Renningenieure nie gerne", so Sportwagenschmiede-Boss Bayer grinsend.

  Foto: Moritz Schwitzkowski - Jürgen Bender (Callaway- Corvette, GT3) vor Jo Klüber (AMG GT3)

 „Im Training konnte ich den 800 PS starken Ford GT aus Reihe 1 verdrängen", erläutert Bender. Doch am Start zum Rennen schoss der rote Bolide mit über 200 Turbo-PS mehr unter der Haube vor Bender. "Ich kam auf der Bremse gut an den roten Ford GT ran. Aber eben nicht vorbei. Da fehlten einige Meter", so Bender achselzuckend. "In der vorletzten Runde konnte ich meine Corvette aus der Spitzkehre beim herausbeschleunigen auf verschmutzter Strecke noch einmal abfangen". Das gelang dem Routinier meisterlich. Aber der in seinem Genick sitzende AMG (Foto) von Team equipe-vitesse mit Jo Klüber kam knapp vorbei. "Unser P9-Champion von 2020 musste sich in Hockenheim mit dem 3. Rang in der Klasse begnügen. Aber es ist mehr drin bei Jürgen", so P9-Manager Fischer. Keine leichte Aufgabe sich beim nächsten STT-Weekend am Nürburgring gegen das taktisch gut abgestimmt wirkende Alzen-Duo (Audi R8/Ford GT) erfolgreich in Szene zu setzen.

(HTS)