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Am Nürburgring geht Klaus Abbelen neben Jürgen Bender im P9-Finale an den Start

14.10.2020

Sie sind am Nürburgring eine Legende, Klaus Abbelen und sein Team aus Barweiler, nur einen Steinwurf vom Ring entfernt. Rennen fährt der Team Frikadelli-Eigner Klaus Abbelen schon ewig. Sein Team in der jetzigen Form wurde 2005 in Barweiler mit 15 Mitarbeitern aus dem Boden gestampft. Egal welche bedeutenden GT-Veranstaltungen am Ring laufen, Klaus Abbelen und seine Crew setzen zusammen mit den richtigen Co-Drivern dort immer einen Maßstab - wirklich immer. Modelle von Porsche und seit einem Jahr auch einem LMP3, einem Ligier JS P3 sind das Einsatzgerät des Teams. Gerät übrigens stets vom Feinsten.

Jürgen Bender (l)und Klaus Abbelen (r) Foto Michael Perey autosport.at Foto: autosport.at, Dirk Hartung, Michael Perey - Bender (L) und Abbelen

Die Premiere seines neuen Ligier feierte Klaus Abbelen beim American Fan Festival 2019 in Hockenheim. Beim Debüt gelang es dem GT-Hero aus der Eifel im Rahmen des "kleine nat. Le Mans" (PCC/STT/P9)  STT-Sieger Jürgen Bender (Callaway-Corvette C6 GT3R) bereits sehr nahe zu kommen. Lauf 2 ging in der glühenden Hitze von Hockenheim dann an Abbelen. "Mein GT auf der Basis eines straßenzugelassenen GT-Sportwagens ist deutlich schwerer als der Ligier den Klaus fährt. Sein LMP3 Rennwagen bringt 20 Kg weniger auf dei Waage. Da habe ich vom Start weg bis hin zur ersten Kurve natürlich schlechte Karte", bemerkt MCH-Ass Bender leicht resigniert.

Beim Finale der P9-Challenge und der STT, genau eine Woche nach dem Formel 1-WM-Lauf auf dem Nürburgring, wird man erneut einen Kampf der Giganten erleben können. Ring-Legende Klaus Abbelen kontra P9-Siegerkönig Jürgen Bender treffen wieder aufeinander. Ligier LMP kontra Callaway C7. Aber das ist nicht alles. In der P9 geht es dazu beim Serienfinale um den Titel. "Denis G. Watt", amtierender P9-Meister aus Österreich könnte, wenn er startet, den Titel noch holen. Hermann Speck könnte das ebenfalls schaffen. Aber es würde knapp, sehr knapp. Beide Porschefahrer brauchen ein gutes Ergebnis gegenüber wenig neuen "Nürburgring-Punkten" auf der Liste für Bender. Tabellenführer ist wie gesagt, Jürgen Bender. Und der Neckarsulmer wird nach Doppelsiegen am Lausitzring, in Hockenheim und in Brno (CZ) am Ring wohl schwerlich außer Form geraten.

Team Motopark aus Oschersleben mit Heiko Neumann am Steuer seines Porsche GT3R wird auch am Ring seine P9-Tabellenposition einmal mehr deutlich verbessern können. Und das nicht nur um eine Position - zumindest aus meiner Sicht kann das klappen. Sehr bemerkenswert für einen Fahrer, der im Umfeld der Oscherslebener Gründerfamilie Rumpfkeil erst sehr spät mit dem Automobilsport begann.

Team Zebra-Motorsport Routinier Jack Crow wird am Ring erwartet. Ob Teamchef Jürgen Stoll einen 2. Fahrer dabei hat, das ist noch unklar. Dazu sehen wir Michael Brode aus München im 991 GT3 Cup am Ring. Er ist erstmals in der P9 am Start. Das aber auf alle Fälle hoch motiviert. Ob auch ein AMG am Start sein wird? Und wer es ist, das wird Team equipe-vitesse bekannt geben. Und der Shootingstar vom P9-Saisonauftakt im Audi RS3 - am Ring ist ein Einsatz geplant. Der Titelkämpfer der P9-Endurance könnte sich auch in der P9-Challenge noch problemlos in die erste Hälfte der Tabelle katapultieren.

Anreisen wird Max Versta... -  ne, nicht Verstappen, sondern Junior Max Frederik Gruhn auf Audi RS3. Abladen wird er am Ring, fahren ebenfalls, nur in der P9 nennen muss er noch. "Oder hat er schon", meint Manager Fischer nachdenklich? 

(HTS)

Foto: autosport.at, Dirk Hartung, Michael Perey - Bender (L) und Abbelen